Das kleine Einmaleins des Uhrenkaufs

Das kleine Einmaleins des Uhrenkaufs

Wir haben vor einiger Zeit damit angefangen, zu bestimmten Themen einen Ratgeber zu schreiben. So können wir unser Wissen gesammelt weitergeben, und unsere Besucher können sich informieren, nachlesen, Rat suchen und stöbern. Jetzt ist uns aufgefallen, dass wir vielleicht auch einfach mal die Grundlagen ansprechen sollten. Nicht jeder ist mit unserer Faszination für Uhren aufgewachsen, und manch einer möchte einfach nur eine Entscheidungshilfe auf der Suche nach der neuen Armbanduhr. Und die gibt’s hier, kompakt und geschmeidig, von uns für Euch.

Intro

Eine Uhr aussuchen ist wie ein Vergnügungspark. Es macht Spass, und ist ein wirklich schönes Erlebnis, kann aber auch gleichzeitig anstrengend und angsteinflößend sein. Die Uhr ist mehr als nur ein stumpfes Modeaccessoire. Das Innenleben, die technischen Funktionen und das Design sind alles wichtige Elemente, welche beim Kauf berücksichtigt werden sollten. Und jeder hat naturgemäß andere Ansprüche. Aber allein diese zu kennen ist nicht einfach. Und manchmal liest sich eine Uhrenbeschreibung wie die Bedienungsanleitung eines Flugzeugs. Deshalb hier alle wichtigen Auswahlkriterien fix zusammengefasst. Angefangen wird naturgemäß beim:

Preis

Ganz am Anfang stellt sich meistens die Frage: Was will ich für die Uhr ausgeben? Uhren gibt es in wirklich allen Preisklassen, und jede spricht einen anderen Typ Mensch an. Generell gilt aber zu sagen: Solange man nicht den Wert auf das Prestige einer Rolex legt, müssen es nicht unbedingt vierstellige Beträge für eine sehr schöne und vernünftige Uhr sein. Wer Wert auf Haltbarkeit und gute Verarbeitung legt, wird nicht immer unter 100€ fündig, mehr als 500€ gehören dann aber auch schon wieder in die Kategorie Liebhaberei. Und letztendlich spielt natürlich immer auch die Marke eine wichtige Rolle. Aber mehr dazu im nächsten Abschnitt. Wir haben die Meinung, eine gute Uhr kostet normalerweise ab 50€, und sollte nicht viel mehr als 500€ kosten. Genau so haben wir unser Angebot auch zugeschnitten. Meistens ist aber als Faustregel 150€ ein guter Anhaltspunkt, sofern man auf Keramikarmband und ähnliche Zusatzausstattung keinen Wert legt. Alles Zusätzliche kostet meistens mehr in der Herstellung, und genau das lassen sich die Hersteller auch bezahlen.

Die Marke

Die Marke ist ein wichtiger Aspekt für Prestige, Verarbeitung und Design, gleichzeitig aber auch ein Kostenfaktor. Klanghafte Marken lassen sich naturgemäß ihren Namen besser bezahlen als die unbekannteren Hersteller. Wir haben bei der Auswahl unserer Marken großen Anspruch an Verarbeitung und Qualität, und nehmen nur solche Marken auf, die wir besten Gewissens anbieten können. Von daher lohnt es sich, bei uns nach Designs zu stöbern, und bei der Suche auch mal gezielt ähnliche Modelle unterschiedlicher Marken zu vergleichen. Eine Uhr von Emporio Armani oder von Michael Kors kostet natürlich auch hier und da mal etwas her. Das hängt aber nicht nur mit der Marke selbst zusammen, sondern auch mit dem grandiosen Service nach dem Kauf, zum Beispiel bei Garantiefällen. Wenn man die Uhr allerdings mit einem Einsatzhorizont von ungefähr einem Jahr kauft, kann man sich dort auch getrost etwas unbekannteren Marken hingeben.

Das Uhrwerk

Da das Thema allein recht umfassend ist, haben wir dazu einen separaten Blogpost verfasst (klick mich!). Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen: Es gibt grob gefasst zwei Arten: Das mechanische Uhrwerk und das batteriebetriebene Uhrwerk, sogenanntes Quarzwerk. Das mechanische Werk ist filigraner und daher eher etwas für Technikliebhaber. In der Regel ist es auch um einiges teurer als das Quarzwerk, Ausnahmen sind hier Invicta und Ingersoll. Das Quarzwerk ist meistens günstiger, steht dem mechanischen Werk auch sonst in nichts nach, und ist daher für Jedermann und -frau die bessere Wahl. Ausnahmen siehe oben oder den Blogpost.

Chronographen

Beim ersten Mal muss man das Wort bestimmt nicht nur zweimal lesen, um es annähernd aussprechen zu können. Wieso so kompliziert? Da wissen wir leider auch keine gute Antwort drauf. Hat sich wohl so ergeben, beziehungsweise hat dort der Einfluss der Schweizer Uhrenschmieden reingespielt (Chronographe ist ein Wort aus dem französischsprachigen Teil der Schweiz). Aber darum geht es gar nicht: Chronograph ist einfach nur eine Beschreibung für eine Stoppuhrfunktion. Braucht man im Alltag jetzt nicht so häufig, und eigentlich tut’s ja auch das Smartphone, oder? Völlig korrekt, aber ein paar mehr Anzeigen auf dem Zifferblatt und ein paar zusätzliche Knöpfe verliehen der Uhr schnell einen verspielteren, sportlichen Charakter. Oft gibt es dasselbe Modell, einmal als Chronograph und einmal Normal. Beim Blick darauf merkt man schnell: Es sind zwei völlig unterschiedliche Uhren. Daher ein wichtiger Punkt zu beachten: Mit Chronograph etwas sportlicher, ohne ein wenig puristischer. Kann man also ganz nach Geschmack entscheiden.

Wasserdichtheit

Eine hohe Wasserdichtheit ist zwar einerseits ein Qualitätsmerkmal, andererseits muss die Sonntagsuhr jetzt auch nicht zwangsweise für den Tauchgang herhalten. Trotz allem lohnt sich ein Blick darauf, und im Zweifelsfall eher eine Stufe höher wählen. Da die Angabe ein wenig verwirrend ist, haben wir dazu auch einen separaten, ausführlichen Blogpost verfasst (klick mich!). Kleine Faustregel: 50m | 5 bar | 5 atm reicht für den Alltagsgebrauch, und man kann sich damit auch bedenkenlos die Hände waschen. Sobald man aber zum Schwimmen geht oder die Uhr zum Duschen anlässt, sollten es dann 100m | 10 bar | 10 atm sein. Hobbytaucher und Profischnorchler sollten dann noch eine Stufe höher gehen. Dabei auch immer schauen, dass das Armband mitmacht.

Das Armband

Mittlerweile werden sehr viele verschieden Armbandmaterialien angeboten. Deswegen dazu, in gewohnter Manier auch dazu einen ausführlichen Blogpost (klick mich!). Kurzer Überblick: Das Lederarmband ist angenehm zu tragen und einfach einzustellen, hält aber nicht so lange wie ein Edelstahlarmband. Das Edelstahlarmband ist zwar nicht so gut im Tragekomfort wie das Lederarmband, dafür aber haltbarer. Manche mögen auch Edelstahl optisch lieber, da es generell sportlicher ist. Leder ist da natürlich eine Nummer schicken. In letzter Zeit ist das Natoarmband (=Stoffarmband) auch sehr populär, und sieht auch an klassischen Uhren sehr gut aus. Bestes Beispiel dafür ist Daniel Wellington. Ansonsten gibt es noch Kautschuk-/Gummiarmbänder, welche noch eine Idee sportlicher als das Edelstahlarmband und vom Tragekomfort wie das Lederarmband ist. Wer stark unter dem Uhrenarmband schwitzt, dem sei allerdings hiervon abgeraten.

Zusatzfunktionen

Bei den Zusatzfunktionen wird’s noch einmal ein wenig komplexer: Vom Höhenmesser, über den Mondphasenkalender zur Gezeitenanzeige gibt es so ziemlich alle erdenklichen Zusatzfunktionen. Die einfachste ist die Datumsanzeige, und meiner Meinung nach ein hilfreiches Feature. Den Wochentag kann man sich manchmal auch noch anzeigen lassen, was ich auch bei einigen meiner Uhren ausgewählt habe. Ansonsten gibt es wirklich eine unüberschaubar große Zahl an Funktionen. Da muss allerdings jeder im Einzelfall entscheiden, ob es wichtig ist oder nicht. Einfache Ablesbarkeit weisen wir auch noch als besonderes Merkmal aus, da es gerade Leuten mit schwächeren Augen sonst schwer fällt, die Uhrzeit schnell abzulesen. Von daher sei speziell diesen Leuten dazu geraten, darauf beim Kauf zu achten.

Fazit

Der Uhrenkauf ist facettenreich. Uhren sind so unterschiedlich wie die Leute, die sie tragen. Hier haben wir allerdings so kurz wie möglich (kein Witz) die wichtigsten 7 Punkte erklärt, die Mann und Frau beachten sollten. Wenn Sie nicht mit unserem Ratgeber übereinstimmen, wenn Sie noch einen Punkt hinzufügen möchten, oder wenn Sie einfach Ihre Meinung loswerden möchten: Schreiben Sie mir. Ich freue mich über jede Post!

Vielen Dank fürs Lesen! Dieser Blog wurde verfasst von Tom. Anmerkungen, Kommentare oder Fragen zu diesem Post? Schreibt mir an tom@faszinationzeit.de.



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